Revistes Catalanes amb Accés Obert (RACO)

FAMILIENSUDOKU. LEERSTELLEN IN FAMILIENNARRATIVE VON KRIEG UND VERFOLGUNG: SUSANN PÁSZTORS ROMAN „EIN FABELHAFTE LÜGNER“

Miriam Seidler

Resum


 In der Kultur der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg hat sich in Deutschland im letzten Jahrzehnt ein Wandel vollzogen. Die produktive Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit der ersten Generation wird zunehmend von der Suche nach Möglichkeiten des Umgangs mit der Erinnerung an Krieg und Vertreibung durch die zweite und dritte Generation abgelöst.  

Susann Pásztors Roman

Ein fabelhafter Lügner wird als Beitrag zu dieser Diskursverschiebung analysiert. Dabei versinnbildlicht das Sudoku nicht nur die Leerstellen in der familiären Erinnerung, sondern auch die Veränderung in der Familienstruktur und die Versuche, einen adäquaten Umgang mit der Vergangenheit zu finden.

 


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