Revistes Catalanes amb Accés Obert (RACO)

Zugang zur Macht. Wege zum Herrscher.

Christiane Kunst

Resumen


ZUSAMMENFASSUNG: Im Verlauf seiner Herrschaft inszenierte Alexander seine Person in Anlehnung an das achämenidische Herrscherzeremoniell. Der Zugang zum König, gerade bei Audienzen, wurde immer stärker reglementiert und einem festgelegten Protokoll unterworfen. Der differenzierte Zugang zum König kennzeichnete den Rang eines Individuums im Reich. Alexander übernahm dabei Traditionen der Distanzierung des persischen Königs, bediente sich gleichzeitig aber neuer Formen, indem er seine Gefährten zu menschlichen Sichtschranken und Schutzschilden erhob. Diesen Weg sind die hellenistischen Könige weitergegangen, allerdings nicht ohne gegenüber den Poleis nach den Regeln des eaters zeremoniell festgelegte Auftritte in der Öffentlichkeit zu inszenieren, und so im traditionellen griechischen Herrschaftsverständnis wurzelnde Bedürfnisse nach Autonomie zu befriedigen.

Schlüsselbegriffe: Alexander der Große, Hofzeremoniell, Hellenismus, Monarchie, Repräsentation.

ABSTRACT: In the course of his reign, Alexander fashioned his royal persona by making use of Achaimenid court protocol. Access to the king, especially at the time of audiences, was regulated ever more strictly and governed by a rigid set of rules. e graded access to the king marked an individual’s rank in the empire. Alexander took over certain traditions of distancing from the Persian kings, while simultaneously establishing new forms by elevating his companions to specific functions, for example as human barriers against sight or human shields. Later, Hellenistic kings followed this route, but not without carefully modelling the ceremonial of their public appearances in the Greek poleis along the rules of the theatre. In so doing, they satisfied the need for autonomy which was so deeply rooted in traditional Greek notions of government.

Keywords: Alexander the Great, court protocol, Hellenism, monarchy, representation. 


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